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Demenz und chronische Wunden

Stetig erhöht sich die Zahl der Menschen mit dementieller Veränderung. Und damit beeinträchtigt diese Umwälzung immer mehr Betroffene und ihre Angehörigen in ihren Lebensqualitäten. Auf allen Ebenen - zwischenmenschlich, persönlich und gesundheitlich - kommt es zu veränderten Lebensbedingungen. Dies erreicht entsprechend auch die Alten- und Krankenpflege und die Wund-Pflege-Manager in der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden.

Darum bieten wir verschiedene Fortbildungen zum Themenkomplex Demenz an:

Demenz und chronische Wunden

Die Situation für Menschen mit chronischen Wunden ist belastend und erfordert die Kooperation der Patienten, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Diese Kooperationsfähigkeit ist aber bei dementiell veränderten Personen nicht mehr oder nur in sehr geringem Maß gegeben. Dieser Umstand ist für die Therapie kontraproduktiv und es bedarf an Fachwissen, Empathie und Kreativität, um Lösungen aus diesem Dilemma in der Wundversorgung zu entwickeln und umzusetzen.

In dieser Schulung werden die Teilnehmenden durch Fallbeispiele befähigt, die möglichen Lösungswege zu entdecken und umzusetzen.

Folgende Fragestellungen werden erörtert:

  • Was muss bedacht und beachtet werden?
  • Welche Unterscheidungen zur Behandlung chronischer Wunden bei nichtdementen Personen liegen vor?
  • Was hat den Vorrang: die Wunde oder die Krankheit?

Mit Tipps und Tricks aus der Praxis werden Strategien zur Ablenkung der dementen Patienten (z. B. Plazebo-Verbände) vorgestellt. Darüber hinaus werden psychosoziale Erkenntnisse aus der Demenzforschung in die Behandlung chronischer Wunden miteinbezogen.

Zielgruppe: Pflegefachkräfte, Sozialdienstmitarbeiter/innen, Angehörige/Altersbegleiter
Teilnehmerzahl: maximal 20
Dauer: variabel, maximal 8 Stunden

Für Ihre Anfrage nutzen Sie bitte das Kontaktformular oder schreiben Sie uns per e-mail: fortbildung@orgamed-dortmund.de . Vielen Dank.

Demenz verstehen und damit umgehen

In diesem Schulungsbaustein werden die Diagnose Demenz, die Phasen der Erkrankung und der aktuelle Stand in Medizin und Pflege sowie Veranstaltungen zu und über Phasen- und Entspannungsmodelle und Modelle aus der Praxis angeboten.

Die Kommunikation im Komplex Demenz (z. B. die emotionale und verbale Kommunikation, Gesprächsführung im Sinne integrativer Validation etc.) mit den Betroffenen und deren Angehörigen werden ebenso in interaktiven Vorträgen behandelt, wie auch die verschiedenen Aspekte der Angehörigenarbeit.

Neben den bekannten und vielfach in Schulungen behandelten Themen, weisen wir in der Veranstaltung auf die Gefühlswelten im Zusammenleben mit dementiell veränderten Menschen hin:

  • Welche Gefühle sind erlaubt? Darf man sogenannte schlechte Gefühle wie Wut haben?
  • Ist es anständig/vertretbar, Angst und Fluchtgedanken im Zusammenhang mit der im Familien- oder Freundeskreis lebenden dementen Person zu haben?
  • Wie kommen die erwachsenen Kinder damit zurecht, wenn die Eltern sich dementiell verändern.
  • Wie ergeht es den Eltern, wenn sie realisieren, dass sie von Demenz und damit immensen Kontrollverlusten etc. betroffen sind.
  • Wie ist das emotionale Erleben für Betroffene und Angehörige, wenn sich die Demenz verstärkt, aber von den Betroffenen noch erkannt wird.

Das alles sind Aspekte, die in aller Regel unausgesprochen bleiben und dem Einzelnen als Alleinstellungsmerkmal erscheinen.

Den Teilnehmenden der Fortbildung wird vermittelt, dass auch formale und pflegerische Aspekte bedacht werden müssen. Zur Entlastung der Angehörigen ist es aber ebenso wichtig, ihnen die Gefühlsebenen als einen Teil der Bewältigung näher zu bringen.

In dieser Fortbildung wird herausgearbeitet, wie durch das Feststellen und Erkennen von Ähnlichkeiten und Wechselwirkungen der Gefühle von dementen Personen, ihren Angehörigen, aber auch der Pflegefachkräfte, Verständnis und ein anderes Herangehen erzeugt werden kann.

Zielgruppe: Pflegefachkräfte, Sozialdienstmitarbeiter/innen, Angehörige/Altersbegleiter
Teilnehmerzahl: maximal 20
Dauer: variabel, maximal 8 Stunden

Für Ihre Anfrage nutzen Sie bitte das Kontaktformular oder schreiben Sie uns per e-mail: fortbildung@orgamed-dortmund.de . Vielen Dank.